Die Party fand auf dem Weg vor der Purok-Huette im Dorf statt.
Dive Instructor David spendete Preise, die die Kids nach verschiedenen Spielen gewinnen sollten. Die Preise bestanden ausschliesslich aus Schokolade. Dass diese nur an die Kleinen ging, brach mir nach 2 Wochen ohne Schokolade echt fast das Herz. Es gab das wohl internationale Sackhuepfen in zwei Teams und ein Pantomime-Spiel, bei dem die Kinder verschiedene Situationen wie "Hochzeit" oder "Restaurant" nachstellen sollten. Es waren vielleicht 40 Kinder am Start, die sich, aufgeteilt in zwei Gruppen, so viel Muehe gaben! 2 Kinder bildeten den Restauranttisch, 2 Kinder jeweils einen Stuhl, dann gab es Gaeste, Kellner... das Hochzeitspaerchen war auch total suess, zwei Kinder standen minutenlang ganz still so, als wuerden sie sich gerade vor dem Altar kuessen wollen:)!
Jetzt der unpaedagogische Part des Ganzen: Wir als Touris, die keine Kinder in den beiden Gruppen haben, sollten unparteiisch bewerten, welche Gruppe "die Beste" war. Wir gaben uns Muehe, die Preise abwechselnd an jede Gruppe zu verteilen. Das Geschrei und Gehuepfe war gross, wenn eine Gruppe gewann! Philippinische Kinder sind glaube ich noch mehr als deutsche ein unglaublich turbulenter Sack Floehe. Sorry, nein: Philippinische Gruppen, egal welchen Alters, sind ein turbulenter Sack Floehe!
Danach war DISCO angesagt. Disco bestand aus drei Songs, die abwechselnd gespielt wurden und einem DJ, der unablaessig als Beilage zur Musik in sein Mikro quasselte, dass an die Boxen angeschlossen war.
Die Kleinen fuehrten ihre Choreos vor und es dauerte nicht lange, bis wir Gringas (ein kanadisches Paerchen war an diesem Tag auf Apo angekommen) zum Tanz durch schwitzige Filipinos aufgefordert wurden.
Selbst der Kanadier musste ran und mit Filipinokollegen tanzen, nur Henning konnte sich trotz Aufforderung durch nette Herren druecken.
Ich haette nicht gedacht, dass Asiaten so gut tanzen koennen! Ich fuehlte mich ploetzlich sehr nach Suedmaerika zurueck versetzt!
Selbst die Kleinsten haben den flow voll raus. Allen voran: der vielleicht 2-jaehrige Ibor (oder so), siehe Video! Wenn das Bild zittert - das bin ich, weil ich so lache!
Nach sehr exzessivem Alkoholmissbrauch (nicht wir;)) in Form von Rum und pisswarmem Cocoswein mit dem angenehmen Geschmack nach warmer Pisse war die Party puenktlich um 21 Uhr beendet. Denn wir ihr euch erinnert: Um 21 Uhr geht der Strom aus. Statt sie an einen Ort mit Kerzenlicht zu verlagern ist dann aber auch wirklich Feierabend, denn am naechsten Morgen muss man ja wieder raus zum Fischen.
Am naechsten "Abend" (um 17 Uhr) trafen wir die Maenner schon wieder Rum trinkend am Strand und wurden auf ein Schlueckchen eingeladen. Der Tagesablauf verschiebt sich ohne Strom und mit Sonnenuntergang ab 17:00 einfach ein paar Stunden nach vorne. Vielleicht ein bisschen wie in den frueh schliessenden irischen Pubs: wenn man es alkoholtechnisch zu was bringen will, legt man mal einfach nen Zahn zu.
Ein superwitziger Abend!
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