Hallo ihr Lieben,
unter 'geniessen' findet ihr meinen neuesten Bericht ueber Panglao, Bohol.
Ich hatte ihn schon vorher vorbereitet und weiss nicht, wie ich ihn ganz nach oben schieben kann.
Wir sind momentan auf dem Weg nach Cebu City und haben dafuer gleich noch eine 2-stuendige Fahrt mit der Faehre von Bohol nach Cebu vor uns. Jetzt sitzen wir noch in Tagbilaran, denn Henning muss mal wieder kurz an sein Business denken und was fuer seine Kunden (www.reiss-aus.com) machen. Von diesen Internetbesuchen allein lebt mein Blog!
In Cebu City steht heute abend noch der obligatorische Casinobesuch an, den Henning fuer jedes Land, in das er reist, auf dem Programm hat.
Morgen fliegen wir nach Bangkok, wo wir das nicht bei Black Jack und Roulette verspielte Geld in Schmuck, Schuhe und Kleidung investieren.
Und mit Sack und Pack startet am Mittwoch abend schon unser Flieger.
Den letzten Abend wollen wir wie den ersten Abend der Reise in der Sky Bar ueber Bangkok verbringen. Das ist doch ein gebuehrender, runder Abschluss fuer drei wunderwunderschoene Wochen.
Falls ich wegen Hennings Businessinternetbesuchen noch dazu komme, euch mehr Fotos zu zeigen und euch auch von den allerletzten Tagen auf Cabilao zu erzaehlen (tauchen, was sonst), werdet ihr bis Mittwoch noch was zu lesen bekommen.
Falls nicht: Wir sehen uns in Deutschland!
Uebrigens: Ich freue mich auf WEIHNACHTEN!
Eure Cari
So weit so gut
07. 03. 2010 Köln, Hamburg, Köln, Hamburg, Köln, Hamburg, Köln, Hamburg...
Sonntag, Oktober 26, 2008
Donnerstag, Oktober 23, 2008
geniessen.
Im Bann des Meeres
Es war sehr schwer, eine letzte verbleibende Reisewoche aufzuteilen.
7 letzte Tage nur noch.
Die Entscheidung fiel zwischen Jungle, Insel Malapascua im Norden Cebus und der Insel Panglao / Balicasaq auf Bohol.
Am letzteren Ort landeten wir. Obwohl wir beide Jungle lieben, konnten wir uns nicht vom Meer trennen.
Mit Ausnahme der Tage in Bacolod (Masskara-Festival) und der Fahrten zu den verschiedenen Destinationen umgab uns 24-stuendlich taeglich eins der grossartigsten Geraeusche der Welt: Meeresrauschen.
Morgens wachten wir mit Meeresrauschen auf, fruehstueckten am Meer, dann tauchten wir ins Meer ein, assen am Meer, genossen abends kaltes Bier und schliefen dann irgendwann mit Meeresrauschen wieder ein.
Das laesst nicht los.
Alona Beach auf Panglao, Bohol, ist eine der bekannteren Taucherziele der Philippinen. Trotzdem soll diese Insel laut Lonely Planet nicht so ueberlaufen sein wie einige andere Straende auf Cebu. Erst recht nicht in der momentanen Regenzeit und damit Nebensaison.
Dafuer sollten wir noch einmal sehr, sehr dankbar werden...
Die Anreise nach Panglao ist wahrlich nicht die beschwerlichste und laengste der Welt, aber eben auch nicht die allereinfachste. Fuer reine Pauschalurlauber eigentlich zu schwer, da einiges selbst organisiert werden muss - dachten wir: Jeepney oder Taxi, Faehre, Trycicles (wie die thailaendischen Tuk-Tuks).
Unser erster Eindruck von Alona Beach: die reine Backpackerfalle. Ich war natuerlich trotzdem begeistert! Nach der Ruhe auf Apo ein Ort mit anderen Backpackern, vielen netten Bars und Restaurants mit Tischen direkt auf dem Strand, supergemuetlichem Licht, Cocktails, Meeresfruechten... das kann man sich doch mal ein paar Tage geben. Es ist schwer bis unmoeglich, in Asien authentische gemuetliche Bars und Restaurants zu finden, die nicht nur fuer Touris stehen. Die asiatische Gemuetlichkeit besteht aus kahlen Raeumen und Neonroehren. Vielleicht ist die upper class mit ihren schickeren Hotels und Restaurants noch eine Ausnahme?
Insofern war aber dieser Ort genau das, wonach mein europaeisches Herz sich zumindest fuer zwei Tage sehnte.
Schon am gleichen Abend sollten wir feststellen, dass sich eine ungeliebte Spezies nach Alona Beach verirrt und seitdem offensichtlich dort Nester gebaut hat, oder woher kamen all die dicken deutschen und oesterreichischen Pauschalurlauber, die dumme Blitzfotos am naechtlichen Strand machten und ausnahmslos wunderhuebsche, schlanke 23-jaehrige Filipinas an ihrer Seite hatten?
Zum Glueck gab es auch Ausnahmen! Und zum Glueck ist absolute Nebensaison und deshalb nicht einmal 1/10 der Restaurants und Resorts belegt gewesen. Sonst haelt man es dort echt nicht aus.
So blieben wir drei Naechte in Peter's House (Peter ist Deutscher, was sonst...), einem ganz netten einfachen Hostel direkt auf dem Strand (MEERESRAUSCHEN) und Dive-Center.
Insgesamt hatten wir 7 Tauchgaenge, zwei mit Peter's Dive-Center auf Panglao und, da wir schnell feststellten, dass sich dies ueberhaupt nicht lohnt, die restlichen mit einem anderen Dive-Center auf Balicasaq Island, einer winzig kleinen Insel. Die Anreise von Alona nach Balicasaq dauerte nur 30 Minuten per Boot und so fuhren wir taeglich hin und her.
Willkommen zu den besten Tauchgaengen unserer bisherigen Reise!
Balicasaq sollte zwar unsere Lust auf grosse Meeresgenossen (Haie und richtig grosse Schildies sahen wir zuerst und zuletzt in Malaysia) nicht stillen, hat uns dafuer aber mit sehr viel Makro und "medium";) erfreut. Zwei Highlights: ein Schwarm Barracudas und ein riesiger Schwarm Makrelen, in den wir mittenrein gerieten!
Grossartig!
Henning ist wie an Land so auch im Wasser fleissig mit seiner Kamera unterwegs. So wurden viele wunderschoene, spektakulaere Erinnerungen auf Chip gebannt und ein paar geniale Bilder entstanden.
Abgesehen von den Ekelpaaren um uns herum waren auch die Abende ruhig, schoen & lecker, und ich "kann" jetzt auch Skat - zumindest kenn ich vielleicht die Haelfte der Millionen Regeln.
Bald stand aber fest: Unsere restlichen Tage auf den Philippinen sollten hier nicht voruebergehen, also weiter geht's!
Auf die Insel Cabilao, nur 3 Stunden entfernt.


7 letzte Tage nur noch.
Die Entscheidung fiel zwischen Jungle, Insel Malapascua im Norden Cebus und der Insel Panglao / Balicasaq auf Bohol.
Am letzteren Ort landeten wir. Obwohl wir beide Jungle lieben, konnten wir uns nicht vom Meer trennen.
Mit Ausnahme der Tage in Bacolod (Masskara-Festival) und der Fahrten zu den verschiedenen Destinationen umgab uns 24-stuendlich taeglich eins der grossartigsten Geraeusche der Welt: Meeresrauschen.
Morgens wachten wir mit Meeresrauschen auf, fruehstueckten am Meer, dann tauchten wir ins Meer ein, assen am Meer, genossen abends kaltes Bier und schliefen dann irgendwann mit Meeresrauschen wieder ein.
Das laesst nicht los.
Alona Beach auf Panglao, Bohol, ist eine der bekannteren Taucherziele der Philippinen. Trotzdem soll diese Insel laut Lonely Planet nicht so ueberlaufen sein wie einige andere Straende auf Cebu. Erst recht nicht in der momentanen Regenzeit und damit Nebensaison.
Dafuer sollten wir noch einmal sehr, sehr dankbar werden...
Die Anreise nach Panglao ist wahrlich nicht die beschwerlichste und laengste der Welt, aber eben auch nicht die allereinfachste. Fuer reine Pauschalurlauber eigentlich zu schwer, da einiges selbst organisiert werden muss - dachten wir: Jeepney oder Taxi, Faehre, Trycicles (wie die thailaendischen Tuk-Tuks).
Unser erster Eindruck von Alona Beach: die reine Backpackerfalle. Ich war natuerlich trotzdem begeistert! Nach der Ruhe auf Apo ein Ort mit anderen Backpackern, vielen netten Bars und Restaurants mit Tischen direkt auf dem Strand, supergemuetlichem Licht, Cocktails, Meeresfruechten... das kann man sich doch mal ein paar Tage geben. Es ist schwer bis unmoeglich, in Asien authentische gemuetliche Bars und Restaurants zu finden, die nicht nur fuer Touris stehen. Die asiatische Gemuetlichkeit besteht aus kahlen Raeumen und Neonroehren. Vielleicht ist die upper class mit ihren schickeren Hotels und Restaurants noch eine Ausnahme?
Insofern war aber dieser Ort genau das, wonach mein europaeisches Herz sich zumindest fuer zwei Tage sehnte.
Schon am gleichen Abend sollten wir feststellen, dass sich eine ungeliebte Spezies nach Alona Beach verirrt und seitdem offensichtlich dort Nester gebaut hat, oder woher kamen all die dicken deutschen und oesterreichischen Pauschalurlauber, die dumme Blitzfotos am naechtlichen Strand machten und ausnahmslos wunderhuebsche, schlanke 23-jaehrige Filipinas an ihrer Seite hatten?
Zum Glueck gab es auch Ausnahmen! Und zum Glueck ist absolute Nebensaison und deshalb nicht einmal 1/10 der Restaurants und Resorts belegt gewesen. Sonst haelt man es dort echt nicht aus.
So blieben wir drei Naechte in Peter's House (Peter ist Deutscher, was sonst...), einem ganz netten einfachen Hostel direkt auf dem Strand (MEERESRAUSCHEN) und Dive-Center.
Insgesamt hatten wir 7 Tauchgaenge, zwei mit Peter's Dive-Center auf Panglao und, da wir schnell feststellten, dass sich dies ueberhaupt nicht lohnt, die restlichen mit einem anderen Dive-Center auf Balicasaq Island, einer winzig kleinen Insel. Die Anreise von Alona nach Balicasaq dauerte nur 30 Minuten per Boot und so fuhren wir taeglich hin und her.
Willkommen zu den besten Tauchgaengen unserer bisherigen Reise!
Balicasaq sollte zwar unsere Lust auf grosse Meeresgenossen (Haie und richtig grosse Schildies sahen wir zuerst und zuletzt in Malaysia) nicht stillen, hat uns dafuer aber mit sehr viel Makro und "medium";) erfreut. Zwei Highlights: ein Schwarm Barracudas und ein riesiger Schwarm Makrelen, in den wir mittenrein gerieten!
Grossartig!
Henning ist wie an Land so auch im Wasser fleissig mit seiner Kamera unterwegs. So wurden viele wunderschoene, spektakulaere Erinnerungen auf Chip gebannt und ein paar geniale Bilder entstanden.
Abgesehen von den Ekelpaaren um uns herum waren auch die Abende ruhig, schoen & lecker, und ich "kann" jetzt auch Skat - zumindest kenn ich vielleicht die Haelfte der Millionen Regeln.
Bald stand aber fest: Unsere restlichen Tage auf den Philippinen sollten hier nicht voruebergehen, also weiter geht's!
Auf die Insel Cabilao, nur 3 Stunden entfernt.
Die wahre Attraktion des Masskara-Festivals: 2 bekloppte Deutsche
Wahrscheinlich hielten die uns alle fuer total bekloppt, dass wir uns in Bacolod zum Masskara-Fest haben blicken lassen. Das jedenfalls koennte der Grund sein, warum wir als einzige Weisse unter bestimmt 700.000 Filipinos zur heimlichen Attraktion des Wochenendes mutierten, staendig angestarrt, gelacht, gesprochen wurden. Was zum Teufel ist denn los mit uns, fragten wir uns schon, und ob 2 einzige Filipinos auf einem urdeutschen Fest eigentlich auch so verwundert, erfreut, verwirrt angeguckt werden wuerden?
Wir sind es ja gewohnt, in Suedamerika oder Asien als Fremde im Mittelpunkt zu stehen, aber das war wirklich aussergewoehnlich!
Immerhin fuehlten wir uns einfach sicher aufgehoben und typisch asiatisch-hoeflich empfangen und damit besser als in einer vergleichbaren Situation in Suedamerika. Ich kann mich an keine Situation erinnern, in der ich mich in Asien je ernsthaft bedroht gefuehlt habe. Einzig als ich einmal 15 Minuten ohne Henning durch die Strassen lief fuehlte ich mich durch die Pfiffe und Worte, die ich nicht verstand, wie in eins der schlimmeren Viertel Perus zurueckversetzt. Aber das wars dann auch schon.
So war das Festival in Bacolod mit all den netten Menschen fuer uns einfach nur total witzig und supernett!!
(Uebrigens blieben wir nicht die einzigen Weissen. Wir sahen im Verlauf des Haupttages vielleicht noch 10 andere...)
ALLE Hostels, Pensionen und Hotels waren restlos ausgebucht. Nach nervenaufreibender Suche und mehreren Telefonaten haben wir dummen Fremden dann auch gemerkt, dass das Masskara-Festival fuer die Bewohner der Insel Negros wie Karneval fuer die Koelner und Brasilianer und die Stadt darum voellig ueberlaufen ist.
Ein Zimmer fanden wir dann doch - im besten 5-Sterne Hotel der Stadt. Gar nicht so leicht, sich vom Budget-Traveller-Denken zu loesen und mal so viel mehr zu zahlen. Als wir dann aber merkten, dass wir ja ueber 60 Euro in einem 3-woechigen Urlaub echt nicht nachzudenken brauchen, waren wir happy mit unserer Rueckzugsmoeglichkeit aus dem Chaos: einem komfortablen, klimaanlagengekuehlten, sauberen Zimmer mit tollem Bad und allerlei ueberfluessigem, dekadentem Hotel-Schnickschnack.
Mit Masskara wird in diesem Jahr zum 27. Mal die Staerke der Filipinos aus Bacolod gefeiert. Als vor 27 Jahren der fuer die Stadt wichtige Zuckerhandel extrem einbrach und der Untergang einer Faehre viel Unglueck anrichtete, beschlossen die Bewohner, sich und allen anderen mit einem grossen Fest zu beweisen, dass sie sich nicht unterkriegen lassen, was auch passiert. Sie setzten sich laechelnde Masken auf und tanzten durch die Stadt.
Heute ist der Aufzug tatsaechlich vergleichbar mit unserem Koelner oder dem Brasilianer Karneval - in Miniatur!
Henning mit der Prominenz, dem Buergermeister Bacolods:)
Bis zu 15 Gruppen zeigen ihre Masken und (super!) Taenze und abschliessend wird ein Gewinner auf der Plaza gekuehrt.
Bis in die Nacht wird weitergefeiert und als Andenken dient ein Ohrwurm, der bis zum 28. Masskara anhalten wird: Getanzt wird von morgens bis nachts zu einem einzigen, eigenen Song.
Wir verbrachten den ganzen Tag und Abend mit Bummeln, Gucken und Lachen.
Die ansonsten sehr heruntergekommene Stadt Bacolod konnte den Ramsch durch das knallbunte Festival geschickt ueberdecken.
Wenn doch alle armen Staedte der Welt immer so bunt und froehlich sein koennten.
Wie frustrierend muss es sein, wenn am naechsten Morgen alles wieder vorbei ist.
Schoen fuer uns und gleichzeitig bedenklich, dass wir uns darueber keine Sorgen machen muessen. Es lohnt sich, dafuer immer dankbar zu sein.
Nach Sonnenaufgang um 6 am machten wir uns wieder auf den Weg, weiter, als es viele aus Bacolod je schaffen werden: nach Bohol in unser naechstes Inselparadies.
Samstag, Oktober 18, 2008
Party auf Apo Island: Shake what ya mamma gave ya!
An unserem 4. Tag auf Apo feierte Purok 1 eine Party fuer die Kids und Erwachsenen.
Die Party fand auf dem Weg vor der Purok-Huette im Dorf statt.
Dive Instructor David spendete Preise, die die Kids nach verschiedenen Spielen gewinnen sollten. Die Preise bestanden ausschliesslich aus Schokolade. Dass diese nur an die Kleinen ging, brach mir nach 2 Wochen ohne Schokolade echt fast das Herz. Es gab das wohl internationale Sackhuepfen in zwei Teams und ein Pantomime-Spiel, bei dem die Kinder verschiedene Situationen wie "Hochzeit" oder "Restaurant" nachstellen sollten. Es waren vielleicht 40 Kinder am Start, die sich, aufgeteilt in zwei Gruppen, so viel Muehe gaben! 2 Kinder bildeten den Restauranttisch, 2 Kinder jeweils einen Stuhl, dann gab es Gaeste, Kellner... das Hochzeitspaerchen war auch total suess, zwei Kinder standen minutenlang ganz still so, als wuerden sie sich gerade vor dem Altar kuessen wollen:)!
Jetzt der unpaedagogische Part des Ganzen: Wir als Touris, die keine Kinder in den beiden Gruppen haben, sollten unparteiisch bewerten, welche Gruppe "die Beste" war. Wir gaben uns Muehe, die Preise abwechselnd an jede Gruppe zu verteilen. Das Geschrei und Gehuepfe war gross, wenn eine Gruppe gewann! Philippinische Kinder sind glaube ich noch mehr als deutsche ein unglaublich turbulenter Sack Floehe. Sorry, nein: Philippinische Gruppen, egal welchen Alters, sind ein turbulenter Sack Floehe!
Danach war DISCO angesagt. Disco bestand aus drei Songs, die abwechselnd gespielt wurden und einem DJ, der unablaessig als Beilage zur Musik in sein Mikro quasselte, dass an die Boxen angeschlossen war.
Die Kleinen fuehrten ihre Choreos vor und es dauerte nicht lange, bis wir Gringas (ein kanadisches Paerchen war an diesem Tag auf Apo angekommen) zum Tanz durch schwitzige Filipinos aufgefordert wurden.
Selbst der Kanadier musste ran und mit Filipinokollegen tanzen, nur Henning konnte sich trotz Aufforderung durch nette Herren druecken.
Ich haette nicht gedacht, dass Asiaten so gut tanzen koennen! Ich fuehlte mich ploetzlich sehr nach Suedmaerika zurueck versetzt!
Selbst die Kleinsten haben den flow voll raus. Allen voran: der vielleicht 2-jaehrige Ibor (oder so), siehe Video! Wenn das Bild zittert - das bin ich, weil ich so lache!
Nach sehr exzessivem Alkoholmissbrauch (nicht wir;)) in Form von Rum und pisswarmem Cocoswein mit dem angenehmen Geschmack nach warmer Pisse war die Party puenktlich um 21 Uhr beendet. Denn wir ihr euch erinnert: Um 21 Uhr geht der Strom aus. Statt sie an einen Ort mit Kerzenlicht zu verlagern ist dann aber auch wirklich Feierabend, denn am naechsten Morgen muss man ja wieder raus zum Fischen.
Am naechsten "Abend" (um 17 Uhr) trafen wir die Maenner schon wieder Rum trinkend am Strand und wurden auf ein Schlueckchen eingeladen. Der Tagesablauf verschiebt sich ohne Strom und mit Sonnenuntergang ab 17:00 einfach ein paar Stunden nach vorne. Vielleicht ein bisschen wie in den frueh schliessenden irischen Pubs: wenn man es alkoholtechnisch zu was bringen will, legt man mal einfach nen Zahn zu.
Ein superwitziger Abend!

Die Party fand auf dem Weg vor der Purok-Huette im Dorf statt.
Dive Instructor David spendete Preise, die die Kids nach verschiedenen Spielen gewinnen sollten. Die Preise bestanden ausschliesslich aus Schokolade. Dass diese nur an die Kleinen ging, brach mir nach 2 Wochen ohne Schokolade echt fast das Herz. Es gab das wohl internationale Sackhuepfen in zwei Teams und ein Pantomime-Spiel, bei dem die Kinder verschiedene Situationen wie "Hochzeit" oder "Restaurant" nachstellen sollten. Es waren vielleicht 40 Kinder am Start, die sich, aufgeteilt in zwei Gruppen, so viel Muehe gaben! 2 Kinder bildeten den Restauranttisch, 2 Kinder jeweils einen Stuhl, dann gab es Gaeste, Kellner... das Hochzeitspaerchen war auch total suess, zwei Kinder standen minutenlang ganz still so, als wuerden sie sich gerade vor dem Altar kuessen wollen:)!
Jetzt der unpaedagogische Part des Ganzen: Wir als Touris, die keine Kinder in den beiden Gruppen haben, sollten unparteiisch bewerten, welche Gruppe "die Beste" war. Wir gaben uns Muehe, die Preise abwechselnd an jede Gruppe zu verteilen. Das Geschrei und Gehuepfe war gross, wenn eine Gruppe gewann! Philippinische Kinder sind glaube ich noch mehr als deutsche ein unglaublich turbulenter Sack Floehe. Sorry, nein: Philippinische Gruppen, egal welchen Alters, sind ein turbulenter Sack Floehe!
Danach war DISCO angesagt. Disco bestand aus drei Songs, die abwechselnd gespielt wurden und einem DJ, der unablaessig als Beilage zur Musik in sein Mikro quasselte, dass an die Boxen angeschlossen war.
Die Kleinen fuehrten ihre Choreos vor und es dauerte nicht lange, bis wir Gringas (ein kanadisches Paerchen war an diesem Tag auf Apo angekommen) zum Tanz durch schwitzige Filipinos aufgefordert wurden.
Selbst der Kanadier musste ran und mit Filipinokollegen tanzen, nur Henning konnte sich trotz Aufforderung durch nette Herren druecken.
Ich haette nicht gedacht, dass Asiaten so gut tanzen koennen! Ich fuehlte mich ploetzlich sehr nach Suedmaerika zurueck versetzt!
Selbst die Kleinsten haben den flow voll raus. Allen voran: der vielleicht 2-jaehrige Ibor (oder so), siehe Video! Wenn das Bild zittert - das bin ich, weil ich so lache!
Nach sehr exzessivem Alkoholmissbrauch (nicht wir;)) in Form von Rum und pisswarmem Cocoswein mit dem angenehmen Geschmack nach warmer Pisse war die Party puenktlich um 21 Uhr beendet. Denn wir ihr euch erinnert: Um 21 Uhr geht der Strom aus. Statt sie an einen Ort mit Kerzenlicht zu verlagern ist dann aber auch wirklich Feierabend, denn am naechsten Morgen muss man ja wieder raus zum Fischen.
Am naechsten "Abend" (um 17 Uhr) trafen wir die Maenner schon wieder Rum trinkend am Strand und wurden auf ein Schlueckchen eingeladen. Der Tagesablauf verschiebt sich ohne Strom und mit Sonnenuntergang ab 17:00 einfach ein paar Stunden nach vorne. Vielleicht ein bisschen wie in den frueh schliessenden irischen Pubs: wenn man es alkoholtechnisch zu was bringen will, legt man mal einfach nen Zahn zu.
Ein superwitziger Abend!
Freitag, Oktober 17, 2008
Die Rescue Diver von Apo Island
7 Tage in einem wahren, friedlichen philippinischen (Taucher-)Paradies liegen hinter uns. Klitschnass, mit zerzausten und total verknoteten Haaren von der Bootsfahrt, mit Sand und Salz auf der Haut wurden wir gestern auf dem Festland abgesetzt.
Im Flugzeug von Bangkok nach Manila entschieden wir uns gegen 4 Uhr morgens fuer eine Planaenderung. Eine Entscheidung, die allerdings schon laenger darauf wartete, getroffen zu werden. Urspruenglich wollten wir, bevor wir weiter auf die Inselgruppe Visayas reisen, noch einen anderen Teil der Philippinen sehen: Palawan. Palawan ist, gerade in der momentanen Regenzeit, Malaria-Endemiegebiet. Malaria macht mir schon Angst, wenn ich nicht mehr alle Zeit der Welt wie in Suedamerika habe, sondern nur 3,5 Wochen Urlaub. Ausserdem entschieden wir uns aus Zeitgruenden dafuer, Palwan zu streichen.
Wir suchten uns also Apo Island als unser naechstes Ziel aus dem Lonely Planet. Der Insel wird nur ein winziger Absatz gewidmet, aber der hoerte sich traumhaft an. Wir waren auf der Suche nach einem winzigen Paradies abseits der Touristraende auf anderen Inseln.
Am Flughafen in Manila kauften wir uns also Flugtickets nach Dumaguete auf der Insel Negros, der Flug ging zum Glueck bereits zwei Stunden spaeter!
Apo Island ist eine 74 Hektar kleine Insel inmitten der philippinischen Inselgruppe "Visayas".
Zur Orientierierung hier ein Google Maps Link:
http://maps.google.com/maps?f=q&hl=en&geocode=&q=apo+island+philippines&sll=37.0625,-95.677068&sspn=48.956293,79.101563&ie=UTF8&ll=10.34194,123.914795&spn=3.830658,4.943848&z=8
"Liberty's Lodge und Paul's Diving", das Meer, die Sonne und die Menschen gaben uns alles, was wir zum totalen Gluecklichsein brauchten.
Die Lodge war fuer Inselverhaeltnisse schon luxurioes und superschoen, fuer unsere Verhaeltnisse aber doch eher einfach - auf der ganzen Insel gibt es kein fliessendes Wasser und keine 24h Elektrizitaet, geduscht wird per Eimer mit Regenwasser, Strom gibt es ueber den Tag verteilt je fuer 2-3 Stunden. Wie immer beim Backpacken oder Campen war es auch hier schoen, so einfach und in der Natur leben zu koennen, mit suessen kleinen Geckos ueberall.
Unsere Zimmer mit Balkon direkt zum Meer, die grosse Terrasse mit Restaurant und Kuehlschrank fuer kaltes Bier, alles war absolut genauso, wie wir es uns wuenschten.
Unsere Zimmer mit Balkon direkt zum Meer, die grosse Terrasse mit Restaurant und Kuehlschrank fuer kaltes Bier, alles war absolut genauso, wie wir es uns wuenschten.
Die Insel hat 150 Haushalte und 800 Einwohner, da auf jedes kleine Haus 5 Personen gerechnet werden.
Von unserem englischen Divemaster David, der seit 8 Jahren auf Apo lebt, erfuhren wir in der Woche viel Interessantes ueber die Insel und das Leben in den Philippinen.Angekommen beim interessantesten Thema, Tauchen, will ich euch jezt endlich einige unserer Taucheneindruecke zeigen. Da Henning in Bangkok zum Glueck noch seine Unterwasserausruestung vervollstaendigen konnte, koennt ihr ganz uneingeschraenkt daran teilhaben - ueber und unter Wasser!
Am zweiten Tag hatten wir zwei Fun Dives, bevor wir uns abends fuer den PADI Rescue Diver anmeldeten und diesen am naechsten Tag mit David begannen.
Zwei Kurse mussten wir hierfuer absolvieren: Einen allgemeinen Erste Hilfe Kurs und den umfangreicheren Rescue Kurs. Der Kurs dauert mindestens 4 Tage und beinhaltet viel Theorie aus einem 170 Seiten dicken Manual und noch mehr Praxis im Wasser. (Lieben Dank an Frauke fuer die Manuals! Wir haben an dich gedacht, du haettest sicher auch sehr viel Freude an diesem Kurs!)
Den Rescue Diver Schein zu machen, bedeutet, mit Unfaellen und Problemen von Tauchern unter und ueber Wasser umgehen, Taucher aus dem Wasser retten und Erste Hilfe Massnahmen durchfuehren zu koennen. Der Kurs ist dementsprechend sehr umfangreich und forderte uns, gerade in der Praxis, sehr. Aber es ist so interessant!
David stellte uns des Oefteren auf die Probe. Besser gesagt: Er stellte meistens Henning auf die Probe, da ich das Glueck hatte, immer den philippinischen Dive Guide Jad retten zu duerfen, der leichter war und einfacher im Umgang, waehrend sich David fuer Henning waehrend eines Rettungsdurchgangs viele nette Details ausdachte. An einem Vormittag wurde uns das sichere Aufsteigen mit ohnmaechtigen und panischen Tauchern aus der Tiefe gezeigt. Waehrend Henning sich voll auf die Ausruestung, den richtigen Griff und das langsame Aufsteigen konzentrierte, zog David sich in gespielter Panik den Regulator, das Atemgeraet, aus dem Mund und so durfte sich Henning erstmal darum kuemmern, dass das Opfer wieder Sauerstoff bekommt.
Wie David uns immer sagte: Alles Situationen, die ihr erleben und auf die ihr vorbereitet sein muesst!
Super war, dass wir die Uebungen und Szenarien im Wasser immer mit Tauchgaengen verbanden. Auf dem Weg zur "Unfallstelle" oder auf dem Weg zurueck legten wir also mehrere Umwege ein und David zeigte uns so viele abwechslungsreiche Seiten der Riffs rund um Apo Island. Waehrend man in normalen Fun Dives je nach Dive Master meistens an der Riffwand entlangtaucht, zeigte uns David lieber das gesamte Plateau und eher ungewoehnliche Blickwinkel, die unseren Blick nicht nur auf die Meeresbewohner, sondern vielmehr auch auf atemberaubende Landschaften richteten!
Als Abschluss des gesamten Kurses mussten wir einen Theorietest bestehen und ein komplettes Szenario inklusive Notfallsauerstoffversorgung an Land durchspielen. Vorher versprach uns David zur Belohnung einen kompletten Tauchgang - nur zum Geniessen!
Wir glaubten ihm nicht und gingen fest davon aus, dass auf diesem Tauchgang etwas Unvorhergesehenes passieren wird und wir einspringen muessen. Nichts passierte - mit 30 bar Luft, also dem Sicherheitsminimum, tauchten wir nach 60 Minuten auf und kletterten nach dem anstrengenden Tauchgang mit starker Stroemung erschoepft aufs Boot. Dieser Tauchgang war ganz besonders schoen! Fuer mich vor allem wegen der Green Sea Turtle in Greifnaehe!
Entspannt und erschoepft sassen wir auf dem Boot, das uns wieder zur Lodge bringen sollte.
Und da passierte es: Ein Taucher schrie im Wasser um Hilfe und sank danach in sich zusammen. Dieses letzte Szenario war das Realistischste von allen und etwas Adrenalin breitete sich aus...Nach 15 Minuten war alles ueberstanden und Jad ueberlebte:).
Ungluecklichweise habe ich in dem Stress im Wasser seine Maske, die ich ihm fuer die Beatmung abnehmen musste, verloren. Wenn sie nicht wieder gefunden wird, muss ich ihm eine aus Deutschland senden.
Abschliessend ein Blick ueber Apo Island von einem Leuchtturm auf dem hoechsten Punkt Apos. Nachdem ich erst wie ein Rohrspaetzchen ueber den Aufstieg in der schwuelen Hitze geschimpft habe, war der Ausblick dann doch richtig schoen. Wir kraxelten ueber eine verrostete Leiter auf den 20 Meter hohen Leuchtturm und hatten eine herrliche Rundum-Aussicht ueber Apo. Es sieht nach allen Seiten so aus wie aus diesem Foto! Groesser ist Apo nicht! In einigen Jahren hat Apo neben Solaranlagen uebrigens vielleicht auch einen Windkraftgenerator, um staendig Strom fuer alle zu haben.
...Es gibt noch sooo viel, was ich euch erzaehlen moechte. Unter anderem von unserem schoensten Abend auf Apo, an dem wir zu einem Fest des Puroks Nr. 1 eingeladen wurden, mit den Kindern gespielt und mit den Filipinos getanzt haben. Es gibt viele suesse, witzige Bilder und Videos, die ich vielleicht aber nicht mehr hochlade... wir haben nur noch 10 Tage auf den Philippinen! Das "stresst" ehrlich gesagt etwas. Ich bin es nicht mehr gewohnt, beim Reisen nicht alle Zeit der Welt zu haben, sondern nur 3 Wochen. Das hoert sich vielleicht sehr unverschaemt an. Aber es ist so kurz! Man ist so relaxed, hat keinen festen Plan, ist absolut spontan, nichts ist fix oder gebucht, und trotzdem ist die Zeit hier so begrenzt und man darf sich nicht vertroedeln. Seltsame Kombi.
Deshalb geniessen wir hier jeden Tag, jede Stunde...
Und machen uns jetzt auf den Weg einer 7-stuendigen Busfahrt in den Nordes Negros, wo in Bacolod das Masskara-Fest steigt und am Sonntag in ein tolles Finale gipfeln soll.
Bis bald!
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