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So weit so gut

07. 03. 2010 Köln, Hamburg, Köln, Hamburg, Köln, Hamburg, Köln, Hamburg...

Donnerstag, Oktober 23, 2008

Im Bann des Meeres

Es war sehr schwer, eine letzte verbleibende Reisewoche aufzuteilen.
7 letzte Tage nur noch.

Die Entscheidung fiel zwischen Jungle, Insel Malapascua im Norden Cebus und der Insel Panglao / Balicasaq auf Bohol.
Am letzteren Ort landeten wir. Obwohl wir beide Jungle lieben, konnten wir uns nicht vom Meer trennen.
Mit Ausnahme der Tage in Bacolod (Masskara-Festival) und der Fahrten zu den verschiedenen Destinationen umgab uns 24-stuendlich taeglich eins der grossartigsten Geraeusche der Welt: Meeresrauschen.
Morgens wachten wir mit Meeresrauschen auf, fruehstueckten am Meer, dann tauchten wir ins Meer ein, assen am Meer, genossen abends kaltes Bier und schliefen dann irgendwann mit Meeresrauschen wieder ein.
Das laesst nicht los.

Alona Beach auf Panglao, Bohol, ist eine der bekannteren Taucherziele der Philippinen. Trotzdem soll diese Insel laut Lonely Planet nicht so ueberlaufen sein wie einige andere Straende auf Cebu. Erst recht nicht in der momentanen Regenzeit und damit Nebensaison.

Dafuer sollten wir noch einmal sehr, sehr dankbar werden...

Die Anreise nach Panglao ist wahrlich nicht die beschwerlichste und laengste der Welt, aber eben auch nicht die allereinfachste. Fuer reine Pauschalurlauber eigentlich zu schwer, da einiges selbst organisiert werden muss - dachten wir: Jeepney oder Taxi, Faehre, Trycicles (wie die thailaendischen Tuk-Tuks).
Unser erster Eindruck von Alona Beach: die reine Backpackerfalle. Ich war natuerlich trotzdem begeistert! Nach der Ruhe auf Apo ein Ort mit anderen Backpackern, vielen netten Bars und Restaurants mit Tischen direkt auf dem Strand, supergemuetlichem Licht, Cocktails, Meeresfruechten... das kann man sich doch mal ein paar Tage geben. Es ist schwer bis unmoeglich, in Asien authentische gemuetliche Bars und Restaurants zu finden, die nicht nur fuer Touris stehen. Die asiatische Gemuetlichkeit besteht aus kahlen Raeumen und Neonroehren. Vielleicht ist die upper class mit ihren schickeren Hotels und Restaurants noch eine Ausnahme?
Insofern war aber dieser Ort genau das, wonach mein europaeisches Herz sich zumindest fuer zwei Tage sehnte.

Schon am gleichen Abend sollten wir feststellen, dass sich eine ungeliebte Spezies nach Alona Beach verirrt und seitdem offensichtlich dort Nester gebaut hat, oder woher kamen all die dicken deutschen und oesterreichischen Pauschalurlauber, die dumme Blitzfotos am naechtlichen Strand machten und ausnahmslos wunderhuebsche, schlanke 23-jaehrige Filipinas an ihrer Seite hatten?

Zum Glueck gab es auch Ausnahmen! Und zum Glueck ist absolute Nebensaison und deshalb nicht einmal 1/10 der Restaurants und Resorts belegt gewesen. Sonst haelt man es dort echt nicht aus.
So blieben wir drei Naechte in Peter's House (Peter ist Deutscher, was sonst...), einem ganz netten einfachen Hostel direkt auf dem Strand (MEERESRAUSCHEN) und Dive-Center.

Insgesamt hatten wir 7 Tauchgaenge, zwei mit Peter's Dive-Center auf Panglao und, da wir schnell feststellten, dass sich dies ueberhaupt nicht lohnt, die restlichen mit einem anderen Dive-Center auf Balicasaq Island, einer winzig kleinen Insel. Die Anreise von Alona nach Balicasaq dauerte nur 30 Minuten per Boot und so fuhren wir taeglich hin und her.

Willkommen zu den besten Tauchgaengen unserer bisherigen Reise!
Balicasaq sollte zwar unsere Lust auf grosse Meeresgenossen (Haie und richtig grosse Schildies sahen wir zuerst und zuletzt in Malaysia) nicht stillen, hat uns dafuer aber mit sehr viel Makro und "medium";) erfreut. Zwei Highlights: ein Schwarm Barracudas und ein riesiger Schwarm Makrelen, in den wir mittenrein gerieten!
Grossartig!

Henning ist wie an Land so auch im Wasser fleissig mit seiner Kamera unterwegs. So wurden viele wunderschoene, spektakulaere Erinnerungen auf Chip gebannt und ein paar geniale Bilder entstanden.

Abgesehen von den Ekelpaaren um uns herum waren auch die Abende ruhig, schoen & lecker, und ich "kann" jetzt auch Skat - zumindest kenn ich vielleicht die Haelfte der Millionen Regeln.

Bald stand aber fest: Unsere restlichen Tage auf den Philippinen sollten hier nicht voruebergehen, also weiter geht's!

Auf die Insel Cabilao, nur 3 Stunden entfernt.

Das Highlight: Wir gerieten in einen riesigen Schwarm Makrelen

im Hintergrund der grosse Schatten einer Green Sea Turtle

Frogfish in Weiss - wir haben auch die dunkle Ausgabe gesehen!

Henning in der Tiefe

Aale gucken aus dem Boden

Dokumentation: Freu mich wie bekloppt ueber verbleibende 80 bar Luft nach einem 60 Minuten Tauchgang

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