Jetzt zeige ich euch ein paar Bilder aus meiner Zeit in Rio... in der kleinen Sammlung fehlen leider noch die Karnevals- und Fussballaufnahmen, zweifelsohne die Highlights. Diese kann ich fruehestens in drei Wochen von einem Reisebekannten, der in Oldenburg wohnt, bekommen.

Wie schon erzaehlt, begann alles mit meiner ploetzlichen Planaenderung nach dem Karneval in Olinda. Meine letzte Aussicht auf den Norden Brasiliens ist diese: Vom Flughafen auf die Stadt Recife.

Angekommen in Rio, ist dies hier tatsaechlich eine der ersten Anblicke, die ich von dieser Riesenmetropole erlebe. Wie kommt denn sowas? Ja, Rio hat einen Stadtregenwald, die Lungen Rios! Der Lonely Planet behauptet, es sei der letzte Teil vom urspruenglich mal ueberall an der Kueste wachsenden Regenwald. Unser Guide sagte, es sei nur Sekundaerurwald, da der Primaerwald zu Zeiten des Kaffeebooms fuer mehr Plantagenflaechen komplett abgeholzt wurde. Der jetzt wachsende Jungle waere von zwei Maenner zu Fuss und per Hand neu angepflanzt worden. Um alle Samenkoerner zu verteilen, waren sie 13 Jahre unterwegs...
Bei Ankunft im Hostel im beruehmtesten Stadtteil Ipanema lernte ich direkt zwei nette deutsche Brueder kennen - Tobias und Sven, der in Oldenburg studiert. Beide waren auf dem Sprung zu einer gefuehrten Tour durch den Stadtregenwald, einige Stadtteile und die Christo-Statue. Es stellte sich als viel guenstiger und wegen netter Begeleitung auch viel besser als die Besichtigung aller Dinge einzeln heraus, so war ich sofort dabei. Obwohl ich im kuehlschrankkalten Flugzeug in der Nacht fast nicht geschlafen habe und morgens noch 2 Stunden auf einer harten, aber HARTEN, Flughafenbank schlief, da um 5 in der Nacht noch keine Busse ins Zentrum fuhren, war ich hellwach!
Rio machte mich wach!

Aussicht vom "Piedra Bonita" auf Rio de Janeiro, den wir in einem 45-minuetigen Trek durch den Regenwald erklommen. Aus dichtem Gestruepp schwitzend ans Tageslicht zu kommen, und dann ploetzlich eine solche Aussicht vor sich zu haben, ist atemberaubend! Niemand ausser uns war hier, wunderschoen!


Sao Paulo ist die "Karrierestadt" Brasiliens, dort soll das grosse Geld sitzen. (Daher ist diese Stadt fuer Reiche so gefaehrlich, nach Kolumbien finden hier die meisten Entfuehrungen Suedamerikas statt). Die "Cariocas", Bewohner Rio de Janeiros, sind fuer ihre laessige, unbekuemmerte Lebensart und ihre Liebe zu Freizeit und Sport bekannt. In Sao Paulo gibt es deshalb diesen Witz ueber die Christo-Statue: "Warum steht der Christo die ganze Zeit mit ausgebreiteten Armen da? - Er wartet darauf, dass die Cariocas endlich anfangen richtig zu arbeiten, damit er klatschen kann."

"Hallo, winziger Zuckerhut!" sagt Chopin und denkt bei sich "Warum steh ich hier eigentlich versteinert in der "Baía da Guaranaba" herum?" (Die Chopin-Statue war ein Geschenk Polens an rio de Janeiro. Aber warum?)

Seilbahn zum Zuckerhut... den ihr im Hintergrund seht.
Sonnenuntergang vom Zuckerhut aus

Vorne teure Luxusyachten in der Bucht, hinten auf dem Gipfel die Christo-Statue ueber Rio
"Alt und Neu gegenueber" - kleiner Nachmittagsbummel durch die Altstadt Rios
Das Kulturzentrum Rios - aufgebaut, benannt und komplett finanziert von einer Bank, der "Banco do Brasil". Gute Sache.
An meinem letzten Tag in Rio kurz vor Abfahrt meines Busses nach Iguazu lief ich schnell die wenigen Blocks von meinem Hostel zum "Ipanema beach". Ich hatte im Norden schon so viel Strand, dass ich es hier nicht brauchte - und Rio hat ja sonst viel mehr zu bieten. Ich schoss schnell dieses obligatorische Foto und war in 2 Minuten wieder verschwunden:). Danach kam ich mir ein bisschen albern vor. Ich habe aber die Hoffnung, dass es noch alberner gewesen waere, in Rio zu sein ohne wenigstens einmal den Strand selbst betreten zu haben.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen